Vorteil des Online-Studiums: Unterricht am eigenen Schreibtisch verfolgen – Denise Utermöhlen zeigt, wie es geht. - Foto: HWK/W. Feldmann

Weiterbildung: Durchstarten im Virtuellen Klassenzimmer

Einloggen und loslegen: Denise Utermöhlen startet im virtuellen Klassenzimmer durch. Die Emderin peilt den Titel „Geprüfte Betriebswirtin nach der Handwerksordnung“ an.

Ostfriesland. Zugegeben! Es erfordert einiges an Disziplin und Ehrgeiz: „Wenn man aber wirklich dahinter steht, dann schafft man es auch“, erklärt Denise Utermöhlen. Die 32-jährige Emderin arbeitet als Assistentin der Geschäftsführung im Dachdeckermeisterbetrieb Dornieden Dach GmbH in Emden. Für die junge Frau ist das neue Fortbildungsstudium der Handwerkskammer für Ostfriesland zum/r Geprüften Betriebswirt/in nach der Handwerksordnung (HwO) im Online-Studium ideal. „Ich habe keine langen Anfahrtswege, kann gleich nach der Arbeit einloggen und man wird nicht vom Geschnatter der anderen abgelenkt“, erzählt die gelernte Bauzeichnerin und Einzelhandelskauffrau.

Seit Oktober 2018 bietet das Berufsbildungszentrum (BBZ) in Aurich diese Weiterbildung im sogenannten Blended Learning-Verfahren mit weiteren Handwerksorganisationen aus dem norddeutschen Raum an. Der Lehrgang ist eine Kombination aus virtuellem Unterricht über eine Internet-Plattform und regelmäßigen Präsenzphasen. Berufsbegleitend läuft er etwa über 18 Monate und richtet sich an angehende Fach- und Führungskräfte. „Uns ist es wichtig, dass die Teilnehmer Zusammenhänge erkennen und den Stoff nicht einfach nur gebetsmühlenartig auswendig lernen“, berichtet die Initiatorin Angela Mandel, Geschäftsführerin des BBZ. Die Absolventen sollen das Gelernte nutzen, um neue Impulse im Unternehmen zu setzen, marktgerechte Entscheidungen zu treffen und Mitarbeiter besser zu motivieren.

Ehrgeizig verfolgt Denise Utermöhlen ihr Ziel, im bundesweit agierenden Dachdeckerbetrieb aufzusteigen und sich gute Chancen für die Leitung der Verwaltung aufzubauen. Dafür legte sie bereits die Prüfung zur kaufmännischen Fachwirtin (HwO) inklusive des Ausbildereignungsscheins ab. „Mit dem Betriebswirt stehen mir dann alle Türen offen“, so die gebürtige Göttingerin. Zu Beginn des Studiums gab es eine Auftaktveranstaltung, bei der sich alle Teilnehmer und Dozenten kennenlernten. Etwa alle sechs Wochen stehen Treffen an. An diesen Tagen wird das Erlernte vertieft und durch Gruppenarbeiten und allgemeine Aufgaben gefestigt.

Das erste Modul „Unternehmensstrategie“ hat Denise Utermöhlen als Kursbeste abgelegt. Drei weitere folgen noch: Unternehmensführung, Personalmanagement und Innovationsmanagement. Abschließend steht eine Projektarbeit mit Präsentation und Fachgespräch an. Bis dahin loggt sich die junge Frau jeden Montag- und Mittwochabend ins Ilias-Lernsystem ein und trifft dort ihre Mitstudierenden und Dozenten.

Anfangs hätten einige ihrer Kommilitonen Hemmungen im Umgang mit der Technik gehabt, aber „es ist kein Hexenwerk. Nach kurzer Zeit ist das meiste ganz einfach und intuitiv“, erzählt Denise Utermöhlen. In Echtzeit wird unterrichtet. Mitschnitte sind nicht möglich. Via Mikrofon werden Wortbeiträge vom Dozenten beantwortet und im Chat mit den Mitstreitern kommuniziert. Laptop, Headset, Scanner und Drucker gehören zur Grundausstattung ihres Lernzimmers. „Zu Hause sind die Ablenkungsgefahren natürlich groß: Das Handy, die Familie oder der Fernseher. Wenn man aber am Ball bleibt und sich einen ungestörten Raum schafft, dann klappt es ganz gut“, schildert sie ihre Strategie.

Einen Infoabend für Interessierte bietet die Handwerkskammer am 11. Februar ab 18 Uhr an. Der Start für die nächste Fortbildung ist am 24. April 2020. Ansprechpartnerin ist Ramona Ripken, erreichbar unter Telefon 04941 1797-73 oder r.ripken@hwk-aurich.de. Nähere Kursinfos unter www.hwk-aurich.de/weiterbildung.

Bild: Vorteil des Online-Studiums: Unterricht am eigenen Schreibtisch verfolgen – Denise Utermöhlen zeigt, wie es geht. – Foto: HWK/W. Feldmann

Quelle/Foto: Handwerkskammer für Ostfriesland

Berichtsheft APP im Friseurhandwerk

Friseure: Berichtsheft bequem über App führen

Für Auszubildende im Friseurhandwerk steht mit der Berichtsheft APP eine zeitgerechte und bequeme Lösung zur Verfügung. Sozusagen „Das Berichtsheft für die Hosentasche“.

Der Landesinnungsverband informiert über diese moderne Variante eines uralten Ausbildungsinstrumentes auf seiner Website. Die App ist sowohl auf Apple- als auch auf Android-Smartphones lauffähig. Ausbilder können die erstellten Berichte einsehen, prüfen und abzeichnen. Die Kosten werden pro Azubis mit einer günstigen Jahrespauschale berechnet. Auf der Website des Verbandes steht auch eine Demo-Verion zum Testen bereit. Wenn Sie den Einsatz dieser App planen, helfen wir gerne bei Fragen und der Abstimmung mit der Handwerkskammer weiter.

Die Ausbildungsmessen von Chance: Azubi e. V.

Ausbildung: Ideale Messe für das Handwerk

Das Angebot von Chance: Azubi e. V. ist vor allem für Handwerksunternehmen interessant

Keine Werbegeschenke, ein kurze Dauer von nur zwei Stunden (17 bis 19 Uhr) und kleine Standgrößen – so ist das Konzept der gleichnamigen Ausbildungsmessen von Chance: Azubi e.V., die an 12 Orten im Nordwesten zweimal jährlich stattfinden. Dieses Konzept macht es vor allem kleinen und mittleren Unternehmen leicht, sich angemessen zu präsentieren und mit den Nachwuchskräften von morgen ins Gespräch zu kommen.

Gut besucht - die Messen von Chance: Azubi e.V.
Gut besucht – die Messen von Chance: Azubi e.V.

Thorsten Tooren, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft LeerWittmund und ehrenamtlich für den gemeinnützigen Verein aktiv, ist Überzeugungstäter: „Die Messen können an einigen Orten bereits auf eine langjährige Tradition zurückblicken. Mittlerweile stehen an den Ständen Firmenvertreter, die als Schüler den ersten Kontakt mit ihrem heutigen Arbeitgeber auf der „Chance: Azubi“-Messe hatten.“ Der Verein entstand 2011 aus einer Initiative engagierter Ausbildungsbetriebe, die bereits seit 2004 unter dem Namen Messen angeboten haben. Von anfänglich 9 Betrieben ist der Verein auf rund 300 Mitgliedsfirmen gewachsen. Die Ausbildungsbetriebe stammen aus allen möglichen Branchen, vom Kleinstbetrieb bis zum Konzern.

Ehrenamtliche Koordinatoren aus der lokalen Wirtschaft kümmern sich um die Organisation und Netzwerkarbeit vor Ort. Ein ehrenamtlicher Vorstand leitet den Verein. Tooren ist Koordinator für den Standort Leer.

„Wir freuen uns, wenn sich vor allem die Handwerksbetriebe eine Ruck geben und mitmachen. Der Aufwand ist sehr überschaubar und rechnet sich auf jeden Fall.“, so Tooren. Das Handwerk sei häufig zu bescheiden, was seine Ausbildungsleistung angeht: „Viele Eltern haben völlig überholte Vorstellungen vom Alltag in den Handwerksbetrieben. Das kann nur das Handwerk selbst korrigieren, am besten im persönlichen Gespräch zwischen Meistern und Schülern.“ Mit 35.000 Mitarbeitern in 5.200 Betrieben sorge das Handwerk dafür, dass es im Alltag in Ostfriesland läuft. Umgesetzt werden dabei 3,5 Mrd. EUR, damit ist das Handwerk ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region. Die persönliche Ausbildung durch Meisterinnen und Meister bürge für eine hohe Ausbildungsqualität.

Firma Natelberg ist regelmäßig bei den Meen von "Chance: Azubi" vertreten.
Firma Natelberg ist regelmäßig bei den Messen von „Chance: Azubi“ vertreten.

Beispiele aus dem Handwerk, die seit Jahren die Messen erfolgreich nutzen, sind u.a. Firma Natelberg Gebäudetechnik (Rhauderfehn), H.-D. Heuermann GmbH (Hesel), die Tischlerei Wilhelm Eden (Uplengen), die Fleischer-Innung Leer, die Friseur-Innung Leer-Wittmund und die Innung er Metallhandwerke Aurich-Leer-Wittmund.

In den nächsten Wochen bietet „Chance: Azubi“ in Ostfriesland seine Messen an folgenden Orten und Terminen an. Firmen können sich jetzt noch bei jeder der Messen anmelden.

Eine Anmeldung und weitere Information sind bei Chance: Azubi e.V. unter Tel. (0491) 79 69 98 20 oder per Mail an verwaltung@chance-azubi.de möglich.

Datum und Ort (jeweils immer 17 – 19 Uhr – Aufbau ab 16 Uhr)
14.01.20 – Werlte
22.01.20 – Aschendorf
06.02.20 – Leer
06.02.20 – Meppen
19.02.20 – Emden
20.02.20 – Papenburg
27.02.20 – Bad Zwischenahn


Termine und Infos zu Chance: Azubi

Fotos: Chance: Azubi e.V.

Elektroniker Benjamin Jung ist Lehrling des Monats

Ausbildung: Elektroniker Benjamin Jung Lehrling des Monats

Elektroniker Benjamin Jung von Firma Natelberg Gebäudetechnik ist Lehrling des Monats Dezember der Handwerkskammer für Ostfriesland.

Ostfriesland. Benjamin Jung hat seinen Berufswunsch gewissermaßen in die Wiege gelegt bekommen. Der angehende Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik aus Ostrhauderfehn hat seinem Vater, einem gelernten Elektriker, „von klein auf über die Schulter geschaut“ und so früh seine Begeisterung für das Berufsfeld entdeckt. Gemeinsam haben sie Zuhause einiges technisch aufgerüstet: „Per Smartphone können wir unsere Heizungsanlage, einige Lampen und Lautsprecher steuern“, berichtet der künftige Geselle stolz. Inzwischen befindet er sich im vierten Lehrjahr in der Prüfungsphase. Der 20-Jährige zeigt nicht nur im Berufsleben vollen Einsatz, in seiner Freizeit engagiert er sich ehrenamtlich im Ev.-luth. Kirchenkreisjugenddienst Rhauderfehn und in der Mobilen Jugendarbeit in Ostrhauderfehn.

Von der Handwerkskammer für Ostfriesland ist er jetzt für seine guten Leistungen im Betrieb und sein ehrenamtliches Engagement zum Lehrling des Monats ausgezeichnet worden. Dirk Bleeker, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, hat den jungen Mann in seinem Ausbildungsbetrieb Natelberg Gebäudetechnik in Rhauderfehn besucht. Durch die Messe „Chance: Azubi“ ist Benjamin Jung auf die Lehrstelle aufmerksam geworden. Nach einem Praktikum stand für Ausbilder Uwe Ahrens, Ausbilderin Melina Smit und Personalleiterin Karin Natelberg schnell fest: „Das passt!“

„Benjamin ist ein kreativer Kopf mit einer schnellen Auffassungsgabe und einem sehr guten Blick dafür, wo die Arbeit anfällt oder Unterstützung gebraucht wird“, erzählt Ahrens zufrieden. Doch nicht nur „anpacken wo es nötig ist“ kann der Lehrling des Monats gut, auch knifflige Aufgaben gehören zu seinen Steckenpferden. So hat er eine Vorliebe für die Montage von Steuerungs- und Regelungseinrichtungen für Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen. „Das tolle daran ist, dass keine Anlage der anderen gleicht und man somit viel Abwechslung hat“, erklärt er begeistert.

Das Unternehmen Natelberg Gebäudetechnik wurde 1978 von Theo Natelberg gegründet, 2006 hat dann Sohn Folker das Ruder übernommen und führt es gemeinsam mit seiner Frau Karin Natelberg. Die Firma bietet den Kunden ein umfangreiches Dienstleistungspaket in den Bereichen Heizungs-, Sanitär-, Elektro-, Klima- und Medientechnik. Voll im Trend zeigt sich vor allem das im September 2017 fertiggestellte Smart Huus. Interessierte können die Vorzüge des „Intelligenten Zuhauses“ ein Wochenende lang testen, bevor sie sich endgültig für eine Installation entscheiden. Damit ist das 98 Mitarbeiter starke Unternehmen Vorreiter im Bereich Smart Home und wurde kürzlich auf der TechTide Messe in Hannover als „Digitaler Ort Niedersachsen“ ausgezeichnet.

Mit der Ehrung zum Lehrling des Monats weist die Handwerkskammer auf die Perspektiven einer Ausbildung im Handwerk hin. Jeder Betriebsinhaber kann einen Vorschlag einreichen. Ausschreibungsunterlagen unter www.hwk-aurich.de oder Telefon 04941/1797-58; Ansprechpartner ist Dieter Friedrichs.

Quelle/Foto: Handwerkskammer für Ostfriesland


Bildunterschrift: Freuen sich über die tolle Leistung (von links): Dirk Bleeker, stellv. Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Ostfriesland, Ausbilder Uwe Ahrens, Auszubildender Benjamin Jung, Ausbilderin Melina Smit und Personalleiterin Karin Natelberg.

Landessieger im Leistungswettbewerb 2019

Landessiegerin: Merle von Rötel Beste ihres Faches

Die Weeneranerin Merle von Rötel wurde beim Leistungswettbewerb in Travemünde zur besten Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk – Fleischerei gekürt. Ausbildungsbetrieb ist die Firma Leggedör aus Weener.

In fünf Disziplinen mussten sich die Nachwuchskräfte mit ihren Fertigkeiten und Kenntnissen bewähren. Unter den wachsamen Augen der Prüfer mussten die Fachverkäufer u.a. Garnieren, Ware präsentieren und vor allem im Beratungsgespräch ihre Expertise unter Beweis stellen.

Ausrichter des diesjährigen Leistungswettbewerbes war der Fleischerverband Nord, Gastgeber war dieses Jahr die Berufsbildungsstätte Travemünde der Handwerkskammer Lübeck. „Besonders in Zeiten, in denen der Fachkräftemangel auch im Fleischerhandwerk immer weiter um sich greift, ist es wichtig, die Jugend zu fördern“, so Christian Lohff, Landeslehrlingswart des Fleischerverbandes Schleswig-Holstein.

Neben einer Urkunde bekam Merle von Rötel einen Gutschein über 500 EUR überreicht. Auf Rang zwei wurde Hanna Wetzel aus Rieseby und auf Rang drei Marie Neubauer aus Braunschweig ausgezeichnet.


Bildunterschrift: Landessiegerin der Fachverkäuferinnen Merle von Rötel (links), Landeslehrlingswart Christian Lohff (Mitte) und Landessieger der Fleischer Tim Stumpf (rechts) freuen sich über den Erfolg beim Leistungswettbewerb in Travemünde. (Foto: Fleischerverband Nord)

Landesleistungswettbewerb 2019 der Dachdecker

Landessieger: Dachdecker Michael Ihben ganz oben

Beim Landesleistungswettbewerb des Dachdecker-Handwerks konnte Michael Ihben (Wiggers und Teubner GmbH, Aurich) den ersten Platz belegen.

Damit kommt die landesweit beste Dachdecker-Nachwuchskraft aus Ostfriesland. Der Leistungswettbewerb findet anhand verschiedener praktischer Prüfungen im Ausbildungszentrum des Dachdeckerhandwerks in St. Andreasberg statt. Wir gratulieren zu diesem Top-Ergebnis!

Platz 2 belegte Fabian Herrmann ( ) und den dritten Platz Rene Karow. Im Bundesland Bremen kam Jurgen Pepa auf den ersten Platz.


Bild: Stolz auf die Teilnehmer und ihre Leistungen v.l.n.r. Jurgen Pepa (Landessieger Bremen) , DDM Alexander Herzberg, 2. Landessieger Fabian Herrmann, 3. Landessieger Rene Karow, 1. Landessieger Michael Ihben, DDM Titus Recker und DDM Bernd Hohmeister.

Ausbildung: Mindestvergütung kommt 2020

Mit der Novelle des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) kommen 2020 einige Änderungen auf Betriebe zu. Neben neuen Bezeichnungen für Fortbildungen und mehr Teilzeit-Möglichkeiten ist vor allem die Mindestausbildungsvergütung im Fokus der Öffentlichkeit.

Ziel der Bundesregierung ist es, mit der Mindestvergütung die Attraktivität der Berufsausbildung zu erhöhen und die Abbruchquoten in der Ausbildung zu verringern. Azubis, die im Jahr 2020 eine Berufsausbildung beginnen, sollen im ersten Lehrjahr mindestens 515 Euro (brutto) monatlich erhalten. Der Betrag wird in den folgenden Jahren schrittweise erhöht auf bis zu 620 Euro (brutto) monatlich im ersten Lehrjahr. Auch im zweiten und dritten Ausbildungsjahr wird es höhere Ausbildungsvergütungen geben. Ab 2024 soll die Azubi-Mindestvergütung dann entsprechend der durchschnittlichen Entwicklung der vertraglich vereinbarten Ausbildungsvergütungen angepasst werden. Nicht betroffen sind Azubis, die sich bereits heute in einer Ausbildung befinden. Diese Ausbildungsverhältnisse sind von der Neuregelung ausgenommen. Außerdem sind Ausnahmen von der Mindestvergütung möglich, wenn Arbeitgeber und Gewerkschaften für einzelne Branchen eigene Vereinbarungen treffen.

Tarifliche Ausbildungsvergütungen können geringer sein

Es gilt also der Tarifvorrang. Daher kann eine tariflich vereinbarte Ausbildungsvergütung die gesetzliche Mindestvergütung auch unterschreiten. Allerdings muss der Ausbildende (also der Betrieb) tarifgebunden sein, z.B. durch die Mitgliedschaft in einer Innung, die wiederum über ihre Mitgliedschaft in anderen Verbänden (Landesinnungsverband) Tarifpartner ist. Wichtig: ist ein Betrieb nicht Mitglied einer Innung und lediglich über die Allgemeinverbindlichkeitserklärung des Tarifvertrages tarifgebunden, dann gilt der Tarifvorrang für diesen Betrieb bzgl. der Mindestausbildungsvergütung nicht. Nicht-Innungsmitglieder müssen daher ggf. die Mindestausbildungsvergütung zahlen.

Übersicht Mindestausbildungsvergütung
Schaubild: Was gilt für wen bei der Mindestausbildungsvergütung (MiAV)?

Neue Titel für Fortbildungsabschlüsse

Künftig wird es den „Geprüfte/r Berufsspezialist/in“, den „Bachelor Professional“ oder den „Master Professional“ geben. Bisherige Bezeichnungen wie Betriebswirtin, Wirtschaftsfachwirt oder Fachkauffrau sollen dafür wegfallen. Die Bundesregierung will dadurch die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung unterstreichen. Auch sollen die international gebräuchlicheren Bezeichnungen – wie Bachelor oder Master – die berufliche Mobilität fördern. Für den Meister im Handwerk gilt, dass dieser Titel bleibt und die neue Bezeichnung „Bachelor Professional“ zusätzlich geführt werden kann. Zukünftig bekommt den Meistertitel weiterhin nur, wer die Meisterprüfung erfolgreich abgelegt hat.

Mehr Ausbildung in Teilzeit

Bisher waren Ausbildungen in Teilzeit die großen Ausnahmen. Zukünftig wird es mehr Möglichkeiten geben, eine Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren. Insbesondere geflüchteten Menschen, Lernbeeinträchtigten sowie Menschen mit Behinderungen sollen diese Modelle helfen, sich beruflich zu qualifizieren. Die Zustimmung des Ausbildungsbetriebes wird Voraussetzung für eine Ausbildung in Teilzeit bleiben.

Firma Natelberg ist regelmäßig bei den Meen von "Chance: Azubi" vertreten.

Ausbildung: 6 x Fakten statt Mythen

Wenn es um die Ausbildung im Handwerk geht, tun sich häufig Vorurteile auf. Da helfen nur Zahlen, Daten und Fakten – und die zeigen Überraschendes! Mit 6 Mythen wollen wir in diesem Beitrag aufräumen.

Über die Ausbildung in den Handwerksberufen gibt es in vielen Haushalten Vorurteile. Das Handwerk versucht mit Informationskampagnen, Messe-Auftritten und Praktikumsangeboten gegenzusteuern. Zahlen, Daten und Fakten können dabei helfen. Im folgenden Beitrag wollen wir anhand der aktuellen „Jahresstatistik 2018 für das niedersächsische Handwerk“ mit sechs gängigen Mythen aufräumen.

Mythos 1: „Ausbildung im Handwerk? Nur für Hauptschüler interessant.“

Stimmt nicht. Zwar hat jeder dritte Azubi im Handwerk einen Hauptschulabschluss, aber den weitaus größeren Anteil – mit 46,5 Prozent – stellen Jugendliche mit Realschulabschluss – also fast die Hälfte. Nicht, das ein falscher Eindruck entsteht: das Handwerk freut sich über jeden Auszubildenden. Übrigens auch über die mit Abitur.

Mythos 2: „Abiturienten machen keine Ausbildung im Handwerk.“

Stimmt auch nicht. Jeder achte Azubi im Handwerk hat die Fach- bzw. Hochschulreife. Der Anteil ist 2018 im Vergleich zu 2017 sogar leicht gestiegen. Und für Studenten, die ihr Studium abbrechen und sich neu orientieren, gibt es Projekte, die den Einstieg in eine betriebliche Ausbildung (auch im Handwerk) erleichtern.

Mythos 3: „Für Mädchen ist die Ausbildung im Handwerk nichts.“

Stimmt so auch nicht. Fast jeder fünfte Azubi (19,2%) im niedersächsichen Handwerk ist weiblich. Das ist sicher noch ausbaufähig – und viele Betriebe werben deshalb mittlerweile mit ihren weiblichen Azubis. Den höchsten Anteil weiblicher Absolventen hatte 2018 die Handwerksgruppe „Gesundheit“ mit 34,8%. Was die Erfolgsaussichten der Frauen im Handwerk angeht, äußert sich der Jahresbericht der niedersächsischen Handwerkskammern klar: „… wenn Frauen sich im Handwerk auch für bisher männerdominierte Ausbildungsberufe entscheiden, sind ihre Prüfungsaussichten ausgesprochen positiv.“ (S. 35, Jahresbericht 2018). Auch legen immer mehr Frauen die Meisterprüfung ab. Während 2017 der Frauenanteil an den abgelegten Meisterprüfungen bei 17,7% lag, ist er 2018 auf 20,2% gestiegen. Übrigens waren es 25 verschiedene Berufsbilder, in denen Frauen erfolgreich die Meisterprüfung abgelegten.

Mythos 4: „Im Handwerk brechen besonders viele Azubis ihre Ausbildung ab.“

Stimmt nicht. Der Anteil der vorzeitig gelösten Ausbildungsverhältnisse ist mit 14,3 % zwar nicht gering, aber im Vergleich mit den Lösungsquoten über alle Ausbildungsberufe, die seit langen Jahren zwischen 23% – 25% liegen (25,7% im Jahr 2017 ; BiBB, Berufsbildungsbericht 2019), schneidet das Handwerk im Vergleich deutlich besser ab. Jeder Abbruch ist einer zuviel – daher ist eine gute Berufsorientierung an den Schulen besonders wichtig.

Mythos 5: „Das Handwerk ist nicht bereit auszubilden.“

Stimmt nicht. Im Jahre 2018 wurden im Schnitt 2,9 Auszubildende pro Betrieb in Niedersachsen ausgebildet. Gemessen an der Zahl der Beschäftigten ergibt sich eine Ausbildungsquote von 8,26% im niedersächsischen Handwerk, das entspricht 44.236 Auszubildenden. Ein Vergleich: über alle Berufe in Deutschland hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in seinem Datenreport eine Ausbildungsquote von lediglich 4,9 % ermittelt.

Mythos 6: „Die meisten Azubis im Handwerk erlernen Bauberufe.“

Nein. Mit einem Anteil von 54% der Auszubildenden hat das Metallhandwerk mit Abstand die Nase vorn. Danach folgt der Bereich Bau mit 14,6% der Ausbildungsverhältnisse.


Bildunterschrift: Viele Handwerksfirmen suchen früh den Kontakt mit Jugendlichen, um über ihre vielfältigen Ausbidungsangebote und den Berufsalltag zu informieren. Die Firma Natelberg Gebäudetechnik aus Rhauderfehn ist auf vielen regionalen Ausbildungsmessen vertreten.

Handwerkskammer ehrt Wenke Börchers als Lehrling des Monats November

Handwerkskammer: Lehrling des Monats

Ein Gespür für Mode und Kosmetik: Wenke Börchers ist Lehrling des Monats November der Handwerkskammer für Ostfriesland.

Ostfriesland. Wenke Börchers hat ihre Berufung gefunden: Im Haareschneiden. Für die angehende Friseurin im dritten Lehrjahr aus Weener war der Berufsstart holprig: „Ich wusste nach der Schule nicht so genau, was ich wollte“, berichtet die 22-Jährige während eines Besuchs der Handwerkskammer für Ostfriesland in ihrem Ausbildungsbetrieb „Art Frisör Heijen“ in Weener. Zunächst wollte sie in die Fußstapfen ihres Vaters treten, der Binnenschiffer ist. An der Hochschule Emden/Leer belegte sie ein Studium im Schiffs- und Reedereimanagement. „Da habe ich mich aber nicht richtig wohl gefühlt“, erzählt sie weiter, froh darüber, sich letztendlich doch ihren kreativen Neigungen entsprechend entschieden zu haben.

Jetzt ist sie aufgrund ihrer Leistungen im Ausbildungsberuf und ihres sozialen Engagements im Tierschutzverein „Streunerkatzen Rheiderland“ von der Handwerkskammer zum Lehrling des Monats November ausgezeichnet worden. „Besser laufen könnte es gar nicht. Nur ‚Einser‘ auf dem Zeugnis und ein zufriedener Ausbilder versprechen doch beste Karriereperspektiven“, gratuliert Dirk Bleeker, stellv. Hauptgeschäftsführer, bei der Urkundenübergabe. Ausbilder Heiner Heijen ist stolz auf seinen Nachwuchs. Wenke bringe alles mit, was eine Friseurin haben muss: „Formgefühl, Disziplin, Technik, ein Gespür für Mode und Menschen und den Willen, auch etwas zu lernen.“ Die junge Frau nimmt neben den Salonschulungen in ihrer Freizeit an Fortbildungen teil und besucht Frisurenshows.

Sie fühlt sich sowohl im Herren- als auch im Damenbereich wohl. Eines ihrer Steckenpferde ist die dekorative Kosmetik. So zählt es zu ihren Highlights, wenn sich im Salon gleich eine ganze Brautgesellschaft für die Festlichkeiten verschönern lässt und das ganze Können vom Make-up bis zur Hochsteckfrisur gefragt ist. „Mir macht es besonders Spaß, die individuelle Schönheit eines jeden Kunden herauszuholen“, erzählt Wenke Börchers, die sich später auch nach der Ausbildung in der Kosmetik weiterbilden möchte.

Normalerweise stellt Heijen in jedem Jahr einen Auszubildenden ein, „doch es wird schwieriger, geeigneten Nachwuchs zu finden“, berichtet der Friseurmeister. Als Obermeister der Friseur-Innung Leer und Creativ Director des Landesinnungsverbandes des niedersächsischen Friseurhandwerks ist es ihm ein Anliegen, die öffentliche Wahrnehmung des Berufes zu stärken. „Das Handwerk ist sehr anspruchsvoll und bietet viele Aufstiegschancen“, betont er. Nicht jeder könne einfach drauf los schneiden. Besonders im Geschäft mit der Schönheit seien die Erwartungen der Kunden hoch: „Diese kann man nur erfüllen, wenn man auch was gelernt hat.“

Heiner Heijen hat das Unternehmen vor elf Jahren von seinem Vater Gerhard übernommen, der es 1966 gründete. Heute beschäftigt er mit seiner Frau Inga als Master Coloristin sechs Mitarbeiter, die den Kunden in allen Fragen rund um Frisur, Farbe, Haarpflege, Haarstylings sowie Make-up beratend zur Seite stehen. Mit seiner Tochter, die derzeit den Meisterlehrgang in Oldenburg absolviert, steht bereits die dritte Generation in den Startlöchern.

Mit der Auszeichnung zum Lehrling des Monats weist die Handwerkskammer auf die Perspektiven und Chancen einer Ausbildung im Handwerk hin. Jeder Betriebsinhaber kann einen Vorschlag einreichen. Bewerbungsunterlagen gibt es unter www.hwk-aurich.de. Ansprechpartner ist Dieter Friedrichs, erreichbar unter Tel. 04941 1797-58 oder E-Mail d.friedrichs@hwk-aurich.de.

QUELLE/FOTO: Handwerkskammer für Ostfriesland

Ausbildung: Handwerk ehrt Toptalente

Ostfriesischer Nachwuchs zeigt im Leistungswettbewerb des Handwerks sein Können. Die Handwerkskammer lud zum Festakt für die Top-Handwerkstalente nach Aurich – darunter auch die besten ihres Faches in Deutschland

Dass sich die Ausbildung in der Region auf höchstem Niveau befindet, haben 21 frisch gebackene Gesellinnen und Gesellen der Handwerksammer für Ostfriesland bewiesen. Sie wurden jetzt von Präsident Albert Lienemann während eines Festaktes anlässlich der Kammersiegerehrung im Energie-, Bildungs- und Erlebnis-Zentrum in Aurich zu den besten Handwerkern ihres Fachs in Ostfriesland gekürt.

Insgesamt wurden vier junge Frauen und 17 Männer zu Kammersiegern ausgezeichnet. Davon haben im Leistungswettbewerb des Handwerks 17 Teilnehmer Platzierungen auf Landesebene errungen. Elf dürfen sich sogar beste Handwerker Niedersachsens nennen. Und drei haben sich im praktischen Wettkampf bis ganz nach oben durchgeschlagen. Sie dürfen sich jetzt Bundessieger/in im Hörakustiker-Handwerk, Brunnenbauer-Handwerk und Mechaniker-Handwerk für Reifen- und Vulkanisationstechnik nennen. Rund 150 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft sowie die Angehörigen waren zur Feier gekommen, um der Ehrung zu folgen.

„Außergewöhnliche Leistung verdient außergewöhnliche Beachtung und ein Stück Bewunderung“, gratulierte Albert Lienemann den Siegern in seiner Begrüßungsrede. Sie hätten in besonderer Weise Talent, Leidenschaft und Leistungsbereitschaft gezeigt und sich die Anerkennung verdient. „Wer seine Ausbildung so exzellent abgeschlossen hat, der braucht sich um seine berufliche Zukunft keine Sorgen machen“, versprach er den jungen Talenten den sprichwörtlichen „Goldenen Boden“. Das ostfriesische Handwerk, als einer der größten Ausbilder in der Region, habe längst erkannt: „Ausbildung ist der Königsweg in der Nachwuchsförderung und der Fachkräftesicherung.“

Das Handwerk biete ein hochwertiges Ausbildungsniveau, welches die Voraussetzung für ein Leben in Eigenverantwortung und Unabhängigkeit sei. „Nicht immer ist ein Studium der beste Karriereweg. Studien haben gezeigt: Die Einkommen von Handwerksmeistern liegen im Verlauf eines Berufslebens gleichauf mit denen von Bachelor-Absolventen“, erklärte Lienemann. Gleichzeitig bedankte er sich bei den vielen Ausbildern in den Handwerksbetrieben, Berufsbildenden Schulen sowie im Bildungszentrum der Handwerkskammer. „Ohne Ihr Engagement und Ihre Unterstützung wäre nicht nur unsere Jugend perspektivlos, unsere Gesellschaft wäre buchstäblich ärmer.“

Dem Dank schloss sich auch Anja Poppen in ihrer Rede an. Die Studiendirektorin der Berufsbildenden Schulen II in Aurich überbrachte im Namen aller Berufsschulen Glückwünsche. Die Kammersieger hätten einen wichtigen Meilenstein in ihrem Werdegang erreicht. Gleichzeitig ermunterte sie die Absolventen, nicht auf dem Erlernten stehen zu bleiben: „Wagen Sie etwas und bringen Sie sich ein – nicht nur in ihrem Beruf, sondern auch in der Gesellschaft.“ Mit der gezeigten Kreativität, Flexibilität und Leistungsbereitschaft stünden den Berufseinsteigern alle Türen offen.

Im Anschluss erhielten die Sieger ihre Urkunden mit Geldpräsenten von der Raiffeisen-Volksbank eG überreicht. Am praktischen Leistungswettbewerb des Handwerks nehmen Gesellinnen und Gesellen teil, die als Beste die Frühjahrs- oder Sommerprüfung 2019 bestanden haben und nicht älter als 27 Jahre sind.

Quelle: Handwerkskammer für Ostfriesland

21 Gesellen wurden als Beste ihres Fachs von der Handwerkskammer für Ostfriesland geehrt:

1. Bundessieger/innen 2019

Brunnenbauer Oliver Behrends, Berumbur (Thade Gerdes GmbH, Norden); Hörakustikerin Janna Ulbrich, Leer (Fielmann AG & Co. oHG, Leer); Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik Arne Lüpke, Großheide (Reifencenter Hofdmann GmbH, Wittmund).

2. Bundessieger 2019

Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik Lukas Ahaus, Filsum (Heiko Harms, Nadine Goßling Harms, Leer); Metallbauer, Fachrichtung Konstruktionstechnik Urs Riedel, Großheide (Frank Kleen, Dornum).

3. Bundessieger 2019

Tischler Lukas Cramer, Südbrookmerland (Daniel Haßheider, Jens Ammermann, Emden)

1. Landessieger/innen 2019

Brauer und Mälzer Sönke Namuth, Norderney (Tobias Pape, Norderney); Dachdecker Michael Ihben, Upgant-Schott (Wiggers und Teubner GmbH, Aurich); Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Fleischerei Merle von Rötel, Weener (Fleischermeister Markus Leggedör, Weener); Kraftfahrzeugmechatroniker André Lamberti, Großheide (B & K Autohaus Norden GmbH, Norden); Maler und Lackierer Kevin Braun, Borkum (Maler- und Lackierermeister Michael Teerling, Borkum).

2. Landessieger/innen 2019

Elektroniker, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik Lukas Rau, Borkum (Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum); Feinwerkmechaniker, Schwerpunkt Zerspanungstechnik Hilko Peters, Osteel (cw Tec Gesellschaft für Werkzeug- und Maschinenbau mbH, Hage); Friseurin Laura Hiltmann, Emden (Inka Nee, Daniela Hiltmann-Ehrlich, Emden); Maurer Wilke Klaaßen, Großheide (Bauunternehmen Ernst Jakobs GmbH, Leezdorf). 

3. Landessieger 2019

Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Markus Basse, Aurich (GETEK Handwerk GmbH, Südbrookmerland); Land- und Baumaschinenmechatroniker Malte Hullen, Zetel (Heinz Steenblock Landtechnik e.K., Uplengen)

Kammersieger/innen 2019

Fahrzeuglackierer René Körte, Leer (HIRO Automarkt GmbH, Aurich); Feinwerkmechaniker Daniel Heiken, Ihlow (Mechanik Anlagenbau GmbH, Aurich); Fleischer Hilko Giesenberg, Emden (Fleischerei Harry Giesenberg, Emden); Kauffrau für Büromanagement Annika Ennen, Aurich (Handwerkskammer für Ostfriesland, Aurich).

QUELLE: Handwerkskammer für Ostfriesland