Die Ausbildungsmessen von Chance: Azubi e. V.

Ausbildung: Ideale Messe für das Handwerk

Das Angebot von Chance: Azubi e. V. ist vor allem für Handwerksunternehmen interessant

Keine Werbegeschenke, ein kurze Dauer von nur zwei Stunden (17 bis 19 Uhr) und kleine Standgrößen – so ist das Konzept der gleichnamigen Ausbildungsmessen von Chance: Azubi e.V., die an 12 Orten im Nordwesten zweimal jährlich stattfinden. Dieses Konzept macht es vor allem kleinen und mittleren Unternehmen leicht, sich angemessen zu präsentieren und mit den Nachwuchskräften von morgen ins Gespräch zu kommen.

Gut besucht - die Messen von Chance: Azubi e.V.
Gut besucht – die Messen von Chance: Azubi e.V.

Thorsten Tooren, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft LeerWittmund und ehrenamtlich für den gemeinnützigen Verein aktiv, ist Überzeugungstäter: „Die Messen können an einigen Orten bereits auf eine langjährige Tradition zurückblicken. Mittlerweile stehen an den Ständen Firmenvertreter, die als Schüler den ersten Kontakt mit ihrem heutigen Arbeitgeber auf der „Chance: Azubi“-Messe hatten.“ Der Verein entstand 2011 aus einer Initiative engagierter Ausbildungsbetriebe, die bereits seit 2004 unter dem Namen Messen angeboten haben. Von anfänglich 9 Betrieben ist der Verein auf rund 300 Mitgliedsfirmen gewachsen. Die Ausbildungsbetriebe stammen aus allen möglichen Branchen, vom Kleinstbetrieb bis zum Konzern.

Ehrenamtliche Koordinatoren aus der lokalen Wirtschaft kümmern sich um die Organisation und Netzwerkarbeit vor Ort. Ein ehrenamtlicher Vorstand leitet den Verein. Tooren ist Koordinator für den Standort Leer.

„Wir freuen uns, wenn sich vor allem die Handwerksbetriebe eine Ruck geben und mitmachen. Der Aufwand ist sehr überschaubar und rechnet sich auf jeden Fall.“, so Tooren. Das Handwerk sei häufig zu bescheiden, was seine Ausbildungsleistung angeht: „Viele Eltern haben völlig überholte Vorstellungen vom Alltag in den Handwerksbetrieben. Das kann nur das Handwerk selbst korrigieren, am besten im persönlichen Gespräch zwischen Meistern und Schülern.“ Mit 35.000 Mitarbeitern in 5.200 Betrieben sorge das Handwerk dafür, dass es im Alltag in Ostfriesland läuft. Umgesetzt werden dabei 3,5 Mrd. EUR, damit ist das Handwerk ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region. Die persönliche Ausbildung durch Meisterinnen und Meister bürge für eine hohe Ausbildungsqualität.

Firma Natelberg ist regelmäßig bei den Meen von "Chance: Azubi" vertreten.
Firma Natelberg ist regelmäßig bei den Messen von „Chance: Azubi“ vertreten.

Beispiele aus dem Handwerk, die seit Jahren die Messen erfolgreich nutzen, sind u.a. Firma Natelberg Gebäudetechnik (Rhauderfehn), H.-D. Heuermann GmbH (Hesel), die Tischlerei Wilhelm Eden (Uplengen), die Fleischer-Innung Leer, die Friseur-Innung Leer-Wittmund und die Innung er Metallhandwerke Aurich-Leer-Wittmund.

In den nächsten Wochen bietet „Chance: Azubi“ in Ostfriesland seine Messen an folgenden Orten und Terminen an. Firmen können sich jetzt noch bei jeder der Messen anmelden.

Eine Anmeldung und weitere Information sind bei Chance: Azubi e.V. unter Tel. (0491) 79 69 98 20 oder per Mail an verwaltung@chance-azubi.de möglich.

Datum und Ort (jeweils immer 17 – 19 Uhr – Aufbau ab 16 Uhr)
14.01.20 – Werlte
22.01.20 – Aschendorf
06.02.20 – Leer
06.02.20 – Meppen
19.02.20 – Emden
20.02.20 – Papenburg
27.02.20 – Bad Zwischenahn


Termine und Infos zu Chance: Azubi

Fotos: Chance: Azubi e.V.

Elektroniker Benjamin Jung ist Lehrling des Monats

Ausbildung: Elektroniker Benjamin Jung Lehrling des Monats

Elektroniker Benjamin Jung von Firma Natelberg Gebäudetechnik ist Lehrling des Monats Dezember der Handwerkskammer für Ostfriesland.

Ostfriesland. Benjamin Jung hat seinen Berufswunsch gewissermaßen in die Wiege gelegt bekommen. Der angehende Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik aus Ostrhauderfehn hat seinem Vater, einem gelernten Elektriker, „von klein auf über die Schulter geschaut“ und so früh seine Begeisterung für das Berufsfeld entdeckt. Gemeinsam haben sie Zuhause einiges technisch aufgerüstet: „Per Smartphone können wir unsere Heizungsanlage, einige Lampen und Lautsprecher steuern“, berichtet der künftige Geselle stolz. Inzwischen befindet er sich im vierten Lehrjahr in der Prüfungsphase. Der 20-Jährige zeigt nicht nur im Berufsleben vollen Einsatz, in seiner Freizeit engagiert er sich ehrenamtlich im Ev.-luth. Kirchenkreisjugenddienst Rhauderfehn und in der Mobilen Jugendarbeit in Ostrhauderfehn.

Von der Handwerkskammer für Ostfriesland ist er jetzt für seine guten Leistungen im Betrieb und sein ehrenamtliches Engagement zum Lehrling des Monats ausgezeichnet worden. Dirk Bleeker, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, hat den jungen Mann in seinem Ausbildungsbetrieb Natelberg Gebäudetechnik in Rhauderfehn besucht. Durch die Messe „Chance: Azubi“ ist Benjamin Jung auf die Lehrstelle aufmerksam geworden. Nach einem Praktikum stand für Ausbilder Uwe Ahrens, Ausbilderin Melina Smit und Personalleiterin Karin Natelberg schnell fest: „Das passt!“

„Benjamin ist ein kreativer Kopf mit einer schnellen Auffassungsgabe und einem sehr guten Blick dafür, wo die Arbeit anfällt oder Unterstützung gebraucht wird“, erzählt Ahrens zufrieden. Doch nicht nur „anpacken wo es nötig ist“ kann der Lehrling des Monats gut, auch knifflige Aufgaben gehören zu seinen Steckenpferden. So hat er eine Vorliebe für die Montage von Steuerungs- und Regelungseinrichtungen für Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen. „Das tolle daran ist, dass keine Anlage der anderen gleicht und man somit viel Abwechslung hat“, erklärt er begeistert.

Das Unternehmen Natelberg Gebäudetechnik wurde 1978 von Theo Natelberg gegründet, 2006 hat dann Sohn Folker das Ruder übernommen und führt es gemeinsam mit seiner Frau Karin Natelberg. Die Firma bietet den Kunden ein umfangreiches Dienstleistungspaket in den Bereichen Heizungs-, Sanitär-, Elektro-, Klima- und Medientechnik. Voll im Trend zeigt sich vor allem das im September 2017 fertiggestellte Smart Huus. Interessierte können die Vorzüge des „Intelligenten Zuhauses“ ein Wochenende lang testen, bevor sie sich endgültig für eine Installation entscheiden. Damit ist das 98 Mitarbeiter starke Unternehmen Vorreiter im Bereich Smart Home und wurde kürzlich auf der TechTide Messe in Hannover als „Digitaler Ort Niedersachsen“ ausgezeichnet.

Mit der Ehrung zum Lehrling des Monats weist die Handwerkskammer auf die Perspektiven einer Ausbildung im Handwerk hin. Jeder Betriebsinhaber kann einen Vorschlag einreichen. Ausschreibungsunterlagen unter www.hwk-aurich.de oder Telefon 04941/1797-58; Ansprechpartner ist Dieter Friedrichs.

Quelle/Foto: Handwerkskammer für Ostfriesland


Bildunterschrift: Freuen sich über die tolle Leistung (von links): Dirk Bleeker, stellv. Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Ostfriesland, Ausbilder Uwe Ahrens, Auszubildender Benjamin Jung, Ausbilderin Melina Smit und Personalleiterin Karin Natelberg.

Firma Natelberg ist regelmäßig bei den Meen von "Chance: Azubi" vertreten.

Ausbildung: 6 x Fakten statt Mythen

Wenn es um die Ausbildung im Handwerk geht, tun sich häufig Vorurteile auf. Da helfen nur Zahlen, Daten und Fakten – und die zeigen Überraschendes! Mit 6 Mythen wollen wir in diesem Beitrag aufräumen.

Über die Ausbildung in den Handwerksberufen gibt es in vielen Haushalten Vorurteile. Das Handwerk versucht mit Informationskampagnen, Messe-Auftritten und Praktikumsangeboten gegenzusteuern. Zahlen, Daten und Fakten können dabei helfen. Im folgenden Beitrag wollen wir anhand der aktuellen „Jahresstatistik 2018 für das niedersächsische Handwerk“ mit sechs gängigen Mythen aufräumen.

Mythos 1: „Ausbildung im Handwerk? Nur für Hauptschüler interessant.“

Stimmt nicht. Zwar hat jeder dritte Azubi im Handwerk einen Hauptschulabschluss, aber den weitaus größeren Anteil – mit 46,5 Prozent – stellen Jugendliche mit Realschulabschluss – also fast die Hälfte. Nicht, das ein falscher Eindruck entsteht: das Handwerk freut sich über jeden Auszubildenden. Übrigens auch über die mit Abitur.

Mythos 2: „Abiturienten machen keine Ausbildung im Handwerk.“

Stimmt auch nicht. Jeder achte Azubi im Handwerk hat die Fach- bzw. Hochschulreife. Der Anteil ist 2018 im Vergleich zu 2017 sogar leicht gestiegen. Und für Studenten, die ihr Studium abbrechen und sich neu orientieren, gibt es Projekte, die den Einstieg in eine betriebliche Ausbildung (auch im Handwerk) erleichtern.

Mythos 3: „Für Mädchen ist die Ausbildung im Handwerk nichts.“

Stimmt so auch nicht. Fast jeder fünfte Azubi (19,2%) im niedersächsichen Handwerk ist weiblich. Das ist sicher noch ausbaufähig – und viele Betriebe werben deshalb mittlerweile mit ihren weiblichen Azubis. Den höchsten Anteil weiblicher Absolventen hatte 2018 die Handwerksgruppe „Gesundheit“ mit 34,8%. Was die Erfolgsaussichten der Frauen im Handwerk angeht, äußert sich der Jahresbericht der niedersächsischen Handwerkskammern klar: „… wenn Frauen sich im Handwerk auch für bisher männerdominierte Ausbildungsberufe entscheiden, sind ihre Prüfungsaussichten ausgesprochen positiv.“ (S. 35, Jahresbericht 2018). Auch legen immer mehr Frauen die Meisterprüfung ab. Während 2017 der Frauenanteil an den abgelegten Meisterprüfungen bei 17,7% lag, ist er 2018 auf 20,2% gestiegen. Übrigens waren es 25 verschiedene Berufsbilder, in denen Frauen erfolgreich die Meisterprüfung abgelegten.

Mythos 4: „Im Handwerk brechen besonders viele Azubis ihre Ausbildung ab.“

Stimmt nicht. Der Anteil der vorzeitig gelösten Ausbildungsverhältnisse ist mit 14,3 % zwar nicht gering, aber im Vergleich mit den Lösungsquoten über alle Ausbildungsberufe, die seit langen Jahren zwischen 23% – 25% liegen (25,7% im Jahr 2017 ; BiBB, Berufsbildungsbericht 2019), schneidet das Handwerk im Vergleich deutlich besser ab. Jeder Abbruch ist einer zuviel – daher ist eine gute Berufsorientierung an den Schulen besonders wichtig.

Mythos 5: „Das Handwerk ist nicht bereit auszubilden.“

Stimmt nicht. Im Jahre 2018 wurden im Schnitt 2,9 Auszubildende pro Betrieb in Niedersachsen ausgebildet. Gemessen an der Zahl der Beschäftigten ergibt sich eine Ausbildungsquote von 8,26% im niedersächsischen Handwerk, das entspricht 44.236 Auszubildenden. Ein Vergleich: über alle Berufe in Deutschland hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in seinem Datenreport eine Ausbildungsquote von lediglich 4,9 % ermittelt.

Mythos 6: „Die meisten Azubis im Handwerk erlernen Bauberufe.“

Nein. Mit einem Anteil von 54% der Auszubildenden hat das Metallhandwerk mit Abstand die Nase vorn. Danach folgt der Bereich Bau mit 14,6% der Ausbildungsverhältnisse.


Bildunterschrift: Viele Handwerksfirmen suchen früh den Kontakt mit Jugendlichen, um über ihre vielfältigen Ausbidungsangebote und den Berufsalltag zu informieren. Die Firma Natelberg Gebäudetechnik aus Rhauderfehn ist auf vielen regionalen Ausbildungsmessen vertreten.

Talkshow des Vereins Chance: Azubi im Herbst 2018 in der Friesenschule Leer

Ausbildung: Talkshow in Leer

Auch das Handwerk warb bei Eltern von Haupt- und Realschülern für die Ausbildung. Die Talkshow am 21.11.19 von 17-19 Uhr in der Friesenschule Leer wurde vom Verein Chance: Azubi e.V. organisiert.

Am Donnerstag, den 21.11.2019 fand in der Europaschule Friesenschule Leer von 17.00 bis 19.00 Uhr mit „Chance: Azubi talk“ eine Infoveranstaltung für Eltern von Haupt- und Realschülern statt. Hierzu luden die Veranstalter Chance: Azubi e. V. und die Europaschule Friesenschule Leer herzlich interessierte Eltern aus dem Raum Leer ein. Ziel der Veranstaltung: die beruflichen Perspektiven mit einem Haupt- und Realschulabschluss aufzuzeigen.

In Form einer moderierten Talkshow gingen Personalverantwortliche aus verschiedenen Branchen (Handel, IT, Industrie, Handwerk) auf die Ausbildungschancen direkt nach der Haupt- bzw. Realschule ein. Moderiert wurde die Talkrunde von Ina Bühren von der Hochschule Emden/Leer. Ihre Gesprächs- und Diskussionspartner waren Thomas Röskens (Friseur Röskens, Bunde), Dagmar Heuermann (Dachdecker H.D. Heuermann, Hesel), Christian Koptein (HR4You, Timmel), Ingo Schmidt (M. Neemann OHG, Leer) und Mathias Hamel von der J. Bünting Beteiligungs AG aus Leer.

Der gemeinnützige Verein „Chance: Azubi“ besteht bereits seit 2011, die Initiative sogar schon seit 2004. Seitdem setzt sich der Verein für die Förderung der beruflichen Orientierung und Bildung im Nordwesten ein. Dieses Ziel findet viel Anklang: Über 300 Ausbildungsangebote, hinter denen sich ein Mehrfaches an freien Ausbildungsplätzen verbirgt, werden von inzwischen mehr als 300 mitwirkenden Unternehmen präsentiert. Neben Eltern-Infoveranstaltungen organisiert der Verein unter anderem Ausbildungsmessen an 12 Messe-Standorten in Weser-Ems, die jährlich von mehreren tausend Besuchern besucht werden. Das Handwerk nutzt die Aktionen des Vereins regelmäßig, um auf die sehr guten Berufsperspektiven in den verschiedenen Gewerken hinzuweisen.

Der Verein Chance: Azubi betreibt ein Webportal zur Azubi-Suche

Azubi-Suche: Verein bietet Online-Kampagnen an

Auch in diesem Jahr wird der Verein Chance: Azubi seine Social-Media-Kampagne „Adventskalender“ anbieten. Betriebe können Online-Werbe-Aktionen buchen, um Azubis bei Facebook, Instagram und Twitter zu finden.

Der Verein wird dazu im Dezember täglich auf seinen Social-Media-Kanälen ein Türchen öffnen und einen Betrieb und dessen Ausbildungsangebot vorstellen.

Der Facebook-Account des Verein werde von Tag zu Tag beliebter, inzwischen folgten rund 4000 Follower dem Auftritt, heisst es in einer Mitteilung. Auch der Instagram Kanal entwickelt sich nach Angaben des Vereins sehr gut, die Zahl der Abonnenten stieg auf mittlerweile 1500 an.

Der gemeinnützige Verein Chance: Azubi bietet im Nordwesten regelmäßige Aktionen und Messen zur Berufsorientierung an. Mehr als 300 Unternehmen, darunter auch Innungen und Handwerksbetriebe, sind Mitglied beim größten privaten Netzwerk zur Berufsorientierung.

Die Infos von Chance: Azubi zur Aktion „Adventskalender“ finden Sie hier.

Umfrage: Ausbildungsmarketing

Wie können wir junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk begeistern? Welche Mittel und Wege können Ihnen helfen, sich als attraktiver Ausbildungsbetrieb zu präsentieren?
Wir möchten Ihre Wünsche und Vorstellungen rund um das große Thema „Ausbildungsmarketing“ sammeln.
Sie helfen uns damit sehr, Sie als Innungsbetriebe zukünftig noch gezielter zu unterstützen.

Die Umfrage besteht nur aus fünf Fragen, die sich schnell beantworten lassen.

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1. Welche Kanäle benutzen Sie um potenzielle Auszubildende anzusprechen?
2. Auf welchen sozialen Netzwerken haben Sie ein Unternehmensprofil?
3. Wie nutzen Sie Online-Medien um von interessierten Bewerbern gefunden zu werden?
4. Wie kann die Kreishandwerkerschaft LeerWittmund Sie bei Ihrem digitalen Ausbildungsmarketing unterstützen?
5. Wenn Sie weitere Unterstützung wünschen, wie sollte diese aussehen? Was wünschen Sie sich?
6. Wenn Sie mögen: teilen Sie uns hier gerne Ihren Firmennamen und gerne auch Kontaktdaten mit. Natürlich ist die Angabe freiwillig! Vielen Dank!

Vielen Dank für Ihre Teilnahme!