Zukunft: Personalplanung richtig aufgestellt?

„Der „Check: Strategische Personalplanung“ stellt sicher, dass Sie Ihr Unternehmen auf zukünftige Anforderungen professionell vorbereiten und proaktiv reagieren können – insbesondere angesichts der kommenden demografischen Herausforderungen. Sie werden mit diesem Check Ihr Grundverständnis von personalpolitischen Vorgängen im Unternehmen auffrischen und zugleich analysieren können.  Hier wird ein möglicher Handlungsbedarf und Verbesserungspotenzial auf den ersten Blick sichtbar gemacht.“ Mit diesen Worten wirbt die „Initiative neue Qualität der Arbeit“, eine Einrichtung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, für einen Online-Check, mit dem Unternehmen ihre Personalplanung auf den Prüfstand stellen können.

Hier geht es zum Personalplaner-Check.

Dokumenten-Service 2019/20

Mit dem „Dokumenten-Service 2019/20“ bieten wir unseren Innungsbetrieben einen umfassenden Informations- und Beratungsservice. Anhand einer vierstelligen Nummer können Sie Musterverträge, Musteranschreiben, Informationsblätter etc. aus den Bereichen

  • Personal und Arbeitsrecht
  • Baurecht
  • Öffentliche Förderprogramme
  • Unternehmensführung
  • Steuern
  • Privat

sofort und jederzeit per Mail oder Fax abrufen.

Mit diesem Service stellen wir Ihnen ein vielfältiges Angebot an Unterlagen zur Verfügung, die von Ihnen rund um die Uhr abgerufen werden können. Sie können sich selbstverständlich bei uns auch persönlich und detailliert zu jedem Thema beraten lassen und/oder die gewünschten Unterlagen über unsere Geschäftsstellen anfordern. Die Broschüre liegt ab sofort in unseren Verwaltungen in Leer und Wittmund für Sie aus. Auf Wunsch versenden wir diese auch gerne an Sie.

Start-ups und Arbeitssicherheit

Pro Jahr werden etwa 500.000 Unternehmen neu gegründet. Für einen neuen Neuunternehmer ist das zweifellos eine aufregende Zeit, in der sie/er auf sehr viele Dinge achten muss.

Neben dem Businessplan, den Verhandlungen mit den Geldinstituten, der Krankenversicherung, der Buchhaltung, dem Finanzamt und den Steuern hat der Gründer/ die Gründerin noch sehr viel mehr zu tun bis man sich über das erste, selbst verdiente Einkommen freuen kann.

Leider wird dabei die Arbeitssicherheit sehr oft übersehen. Dabei ist jetzt die beste Zeit für ein junges Unternehmen sich (auch) um dieses Thema zu kümmern. Die Anzahl der Tätigkeiten und auch die Anzahl der Mitarbeiter sind (noch) überschaubar, ebenso dir verwendeten Arbeitsmittel, Maschinen und eventuell Gefahrstoffe.

Der Aufwand die Basis der Arbeitssicherheit, die Gefährdungsbeurteilung, zu erstellen ist jetzt deutlich geringer als später, wenn die Zahl der Tätigkeiten und der Mitarbeiter steigen.

Die rechtlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung unterstützt Startups dabei, dass die Arbeitsplätze so gestaltet werden können, dass ein Startup erfolgreich und sicher arbeiten kann. Sie ist ein Hilfsmittel, um die Ursachen von Störungen der Arbeit zu verringern und die Qualität der Führungstätigkeit zu verbessern. Sie hilft zu entscheiden, wo und in welchem Umfang und mit welcher Dringlichkeit, welche Maßnahmen erforderlich sind. Regelmäßige Aktualisierungen der Gefährdungsbeurteilung führen zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess im Betrieb.

Wenn bei diesem Prozess von Beginn an die Mitarbeiter eingebunden werden, fühlen sie sich bei der täglichen Arbeit sicher, sind motivierter und leistungsfähiger. Sie werden nicht durch eine unsichere Arbeitsumgebung in ihrer Arbeit behindert oder gefährdet. Sie können Fehler vermeiden, sich auf das Wesentliche konzentrieren, besser und effizienter arbeiten.

Die Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung ist gesetzlich vorgeschrieben, und zwar sobald der erste Mitarbeiter eingestellt ist, wird und vor Aufnahme der jeweiligen Tätigkeiten. Dabei ist es unerheblich, um welche Tätigkeit es sich handelt, die Arbeitssicherheit gilt sowohl für den Arbeitsplatz im Büro als auch für den im Handwerk oder der Produktion.

Unserer Erfahrung nach werden neu gegründete Unternehmen recht früh nach Aufnahme ihrer Arbeit von den Behörden wie dem Gewerbeaufsichtsamt oder der Berufsgenossenschaft besucht. Solche Besuche dienen dazu, sich einen ersten Überblick über die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz bei den jungen Unternehmen zu verschaffen. Auffällig ist, dass in Start-ups dem Thema Arbeitssicherheit nur eine geringe Bedeutung beigemessen wird. Das größte Problem ist die Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung in die tägliche Praxis, auch die der Mitarbeiter. Oft ist nicht klar, welche Kompetenzen vorliegen, welche Maßnahmen in Notfällen zu treffen sind, welche Tätigkeiten besonders betrachtet und beachtet werden müssen.

Motivierte und gesunde Mitarbeiter tragen dazu bei, die Arbeitsabläufe in Ihrem Unternehmen dauerhaft stabil zu halten. Mit „gelebtem“ Arbeitsschutz fördern Sie daher nicht nur die Gesundheit und Motivation Ihrer Mitarbeiter, sondern verbessern auch die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens. Zufriedene Mitarbeiter haben ein besseres und selbstbewussteres Auftreten bei Kunden, steigern die Kundenzufriedenheit und damit die Kundenbindung. Gelebter Arbeitsschutz in Ihrem Unternehmen kann auch ein zugkräftiges Argument bei der Suche nach neuen, qualifizierten, Mitarbeitern sein.

Wir können Ihr Unternehmen von „Start Up“ begleiten, von Beginn an für die notwendigen und vorgeschriebenen Unterlagen sorgen und mit Ihnen gemeinsam wachsen. Wir behalten dabei für Sie die gesetzlichen Vorschriften und Regeln im Auge, informieren Sie über Ergänzungen oder Änderungen und stehen bei Kontrollen der Gewerbeaufsicht oder der Berufsgenossenschaft an Ihrer Seite. Jetzt ist genau die richtige Zeit sich, neben all Ihren anderen Aufgaben, auch um dieses Thema zu kümmern. Und übrigens, wenn in Ihrem jungen Unternehmen Arbeitssicherheit eingeführt ist und von Ihnen und Ihren Mitarbeitern „gelebt“ wird, ist der tägliche Aufwand dafür nur noch äußerst gering. Sprechen Sie uns an und fordern Sie uns.

Für eine unverbindliche erste Beratung zu diesem und weiteren Themen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Karl- Heinz Trittmann

Fachkraft für Arbeitssicherheit

Tel.: 04462 – 948424

0151 – 11591062

kh.trittmann@handwerk-leerwittmund.de

Nachfolge: Angebot der Handwerkskammer

Projekt „Nachfolge im Handwerk meistern!“

Annika Hörnschemeyer ist Nachfolgemoderatorin der Handwerkskammern für Ostfriesland, Oldenburg und Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Sie sensibilisiert und informiert einerseits Betriebe zum Thema „Unternehmensnachfolge“ und andererseits aktiviert und steigert sie nachhaltig durch gezielte Ansprache und Information das Potenzial an möglichen Nachfolgerinnen und Nachfolger. 

Die Nachfolgemoderatorin ergänzt durch Erstansprache und Organisation von Veranstaltungen das Angebot der Betriebsberatung der Handwerkskammer für Ostfriesland, indem sie alle Serviceleistungen für eine optimale Planung und Begleitung vernetzt und die individuellen Fragestellungen an die richtigen Fachberater weiterleitet. Im Rahmen des Projekts wird außerdem ein besonderes Augenmerk auf die Ansprache möglicher Nachfolgerinnen und Nachfolger wie zum Beispiel Meisterschüler, Betriebswirte des Handwerks oder Techniker gelegt. Den potenziellen Übernehmern wird dabei geholfen, einen passenden Betrieb zu finden und sie werden bei der Bewältigung der Voraussetzungen und der Klärung der individuellen Fragen sowie der Finanzierung von der Betriebsberatung unterstützt.

Sprechen Sie uns gerne an, zusammen erstellen wir für Sie einen Fahrplan und behalten alle wichtigen Stationen im Überblick.

Annika Hörnschemeyer

Nachfolgemoderatorin für die Handwerkskammern für Ostfriesland, Oldenburg und Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim

Telefon 0541 6929-960
a.hoernschemeyer@hwk-osnabrueck.de

Helge Valentien

Leiter der Betriebsberatung

Telefon 04941 1797-54
h.valentien@hwk-aurich.de

Das Projekt „Nachfolge im Handwerk meistern!“ wird durch den Einsatz einer Nachfolgemoderatorin für die Handwerkskammern für Ostfriesland, Oldenburg und Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.  

Nachfolger: Firmen auf der Suche

Über 40 Prozent der Firmeninhaber sind laut KfW-Research älter als 55 Jahre. Bundesweit ziehen 66.200 Handwerksbetriebe bis Ende 2020 eine Nachfolge in Betracht. Jedoch habe erst jeder fünfte die Verhandlungen abgeschlossen. Zum Vergleich: im Gesamtmittelstand sei es gut jeder dritte. Weitere 25 Prozent der Handwerksunternehmer sind laut Studie der KfW derzeit in Verhandlungen für die Nachfolge. Heißt im Umkehrschluss: Über die Hälfte der Betriebe ist von der Nachfolge-Zielgeraden weit entfernt.

Interessant dabei ist, dass hiervon 54% eine Übergabe innerhalb der Familie und 42% sich einen externen Käufer wünschen. Nur rund jeder 4. Chef kann sich einen bisherigen Mitarbeiter als neuen Inhaber vorstellen. Bei den Kleinstbetrieben steigt derweil die Zahl der geplanten Betriebsstilllegungen.
Nach Einschätzung von KfW-Chefsvolkswirt Jörg Zeuner muss sich der deutsche Mittelstand auf erhebliche Strukturveränderungen einstellen, nicht zuletzt ist dies dem demografischen Wandel zuzuschreiben.

Wer seinen Betrieb abgeben möchte, muss strukturiert vorgehen und sich dabei die eigenen Anforderungen bewusst machen. Was sind Ihre Stärken und Schwächen und wie sieht demnach der passende Nachfolger aus? Wo können Sie den finden? Wer kann bei der Suche helfen? Dann beginnt die Suche. Wichtig: auf mehreren Kanälen.

  • Inserieren Sie Ihren Betrieb auf Unternehmensbörsen wie Nexxtchange.
  • Fragen Sie Ihr Team nach Kontakten, denn das hat ein Interesse am Erhalt seiner Arbeitsplätze.
  • Fragen Sie Lieferanten, Geschäftspartner und auch übernahmewillige Wettbewerber.
  • Nutzen Sie die Unterstützung Ihrer Kammer.
  • Machen Sie die Suche auf Ihrer Website und den sozialen Netzwerken öffentlich.

„Ohne geeignete Nachfolger an der Unternehmensspitze droht der Verlust von Know-how, Wertschöpfung und nicht zuletzt von Ausbildungs- und Arbeitskräften im Handwerk“, warnt der ZDH.

Nachfolge: Arten der Übertragung

Schrittweise Übertragung:

Während dieser Variante der Unternehmensnachfolge haben alle Beteiligten Zeit zu prüfen, ob die geplante Entscheidung für alle tragbar ist. Vor allem bei Einzelfirmen wie Handwerks-, Gewerbe- und landwirtschaftlichen Betrieben hat sich diese Vorgehensweise bewährt. Der Vorteil liegt darin, dass die Übergabe in einzelnen Schritten erfolgt: Der Nachfolger wird am Betrieb beteiligt, während der „Senior“ über einen gewissen Zeitraum hinweg noch die Kontrolle über das Unternehmen behält.

Nachfolge per Testament oder Erbvertrag:

Ein Erbvertrag oder Testament hat Vorrang gegenüber der gesetzlichen Erbfolge. Bei der sogenannten gewillkürten Erbfolge kann der Verstorbene grundsätzlich frei über den Inhalt seiner Verfügungen bestimmen. Auf diese Weise kann er beispielsweise das gesamte Unternehmen einem Erben zukommen lassen. Das Gesetz verbietet dabei natürlich sittenwidrige Verfügungen. Nahe Angehörige erhalten ein Pflichtteilsrecht. Mit Nachfolgeklauseln in Gesellschaftsverträgen oder durch ein gemeinschaftliches Testament aller Gesellschafter oder einen Erbvertrag kann sich der Erblasser Grenzen seiner freien Verfügung gesetzt haben.

Schenkung:

Übergibt ein Inhaber oder eine Inhaberin zu Lebzeiten an einen seiner Erben ist dies wohl die Unternehmer-freundlichste und familienfreundlichste Lösung. So hat man frühzeitig die Weichen für die Nachfolge gestellt. Wichtig ist, dass im Schenkungsvertrag die Ansprüche anderer Erben geklärt werden.

Verkauf:

Hierbei wird zwischen drei verschiedenen Verkaufsarten unterschieden. Der Asset-Deal beschreibt den Kauf eines kompletten Unternehmens oder eines für sich geschlossenen Unternehmensteil (wie zum Beispiel eine Filiale). Dabei werden neben den gesamten Wirtschaftsgütern auch Forderungen und Verbindlichkeiten auf den neuen Inhaber übertragen. Der neue Inhaber kann frei über das Unternehmen verfügen.

Der Share-Deal beschreibt den Kauf von Geschäftsanteilen. Man nennt ihn daher auch Anteilskauf. Durch den Kauf wird der Käufer zum Beispiel Gesellschafter einer GmbH.

Die dritte Möglichkeit des Verkaufs ist das Management-Buy-Out beziehungsweise das Management-Buy-In.
Wenn das Management das Unternehmen erwirbt, wird dies als Management-Buy-Out (MBO) bezeichnet. Wird das Unternehmen von externen Führungskräften eines anderen Unternehmens übernommen, spricht man von Management-Buy-In (MBI).