100 Jahre Raugestaltung Christmann Aurich

Raumausstatter: 100 Jahre Raumgestaltung Christmann in Aurich

Maike und Thomas Rutkat freuen sich über das außergewöhnliche Geschäftsjubiläum. Der Familienbetrieb wird bereits in der dritten Generation am Standort in der Auricher Innenstadt erfolgreich geführt.

Das Ehepaar Rutkat lebt und liebt sein Handwerk. Maike Rutkat führt das Unternehmen seit ihrem 20. Lebensjahr, Thomas Rutkat kam als Seitensteiger in das Raumausstatter-Handwerk und wurde seinerzeit von seiner Frau ausgebildet. Während Maike Rutkat die Kundenberatung übernimmt, ist Thomas Rutkat der Spezialist für die Ausführung der Arbeiten – von der Decke bis zum Boden, wie es bei Firma Christmann heisst.

Auf den Erfolg des Unternehmens angesprochen, macht das Ehepaar deutlich, wie wichtig es auch für einen traditionsreichen Betrieb wie ihren ist, sich ständig neu zu erfinden und Chancen aus Trends und technischen Entwicklungen zu erkennen und zu nutzen. So spielt die Weiterbildung für die Unternehmer eine große Rolle. Und bei der Suche nach Lieferanten und Neuentwicklungen werden sogar international die Fühler ausgestreckt. Auf diese Weise kann das Auricher Unternehmen seinen Kunden stets hochwertige und moderne Qualitätsarbeit anbeiten.

Das Fundament des Betriebes beschreibt das Unternehmerpaar mit einer klaren Ausrichtung auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden und dem klaren Bekenntnis zur Qualität – sowohl bei der Auswahl der eingesetzten Materialien als auch bei der Ausführung in bester Handwerksqualität.

Ehrenamtlich engagiert sich Maike Rutkat seit Jahren als Obermeisterin der Raumausstatter- und Sattler-Innung für Ostfriesland. Gesellschaftliche Verantwortung übernimmt Firma Christmann seit der Gründung von 100 Jahren bis heute als erfolgreicher Ausbildungsbetrieb.


Bildunterschrift: Bei der Übergabe der Urkunde der Handwerkskammer freuen sich über 100 Jahre Erfolgsgeschichte in Aurich (v.l.n.r) Frauke Seitz-Klüß (stellv. Obermeisterin der Raumausstatter- und Sattlerinnung für Ostfriesland), Maike Rutkat, Thomas Rutkat (Raumgestaltung Christmann, Aurich)

Die neue Leitung des ZVR: (v.l.n.r.) Vizepräsident Peter-Hermann Todt, Präsident Harald Gerjets, Vizepräsident Helmut Schmidt und Geschäftsführerin Heike Fritsche

Raumausstatter: Auricher Harald Gerjets wieder Präsident

Harald Gerjets aus Aurich wurde erneut zum Präsidenten des Bundesinnungsverbandes der Raumausstatter und Sattler gewählt. Für sein langjähriges Engagement erhielt der Raumausstattermeister die Goldene Ehrennadel des Verbandes.

Auf der Tagesordnung der Herbst-Mitgliederversammlung des Zentralverbandes Raum und Ausstattung (ZVR) in Frankfurt a. M. wählten die Mitglieder das Präsidium und die Ausschussmitglieder neu .
Der Raumausstattermeister Harald Gerjets aus Aurich (Niedersachsen) ist bereits seit 2013 Präsident des Zentralverbandes und wurde jetzt zum zweiten Mal wiedergewählt. Harald Gerjets ist Ehrenobermeister der Raumausstatter- und Sattler-Innung für Ostfriesland und engagiertes Innungsmitglied.

Er war gemeinsam mit dem ebenfalls wiedergewählten Vizepräsidenten Helmut Schmidt aus Pfaffen-Schwabenheim (Rheinland-Pfalz) maßgeblich an der erfolgreichen Meisterrückführung des Raumausstatterhandwerks beteiligt. Peter Hermann Todt aus Albersdorf vertritt als Obermeister der Landesinnung Schleswig-Holstein und ab sofort auch als Vizepräsident des Bundesinnungsverbandes die Interessen der Raumausstatter und Sattler.
Das Präsidium des ZVR freut sich auf eine weitere und spannende Amtszeit, in der es nun u. a. die Rückführung des Berufs Raumausstatter in die Anlage A der HWO umzusetzen gilt.
Gewählt wurden außerdem die Mitglieder zum Berufsbildungsausschuss, Öffentlichkeitsausschuss, Tarifausschuss und Fachausschuss Bodenleger.
Nach der Wahl beglückwünschte ZDH-Vizepräsident Zimmer das gewählte Präsidium und zeigte sich in seinem Grußwort im Hinblick auf die Meisterrückführung optimistisch und begeistert zugleich.
Präsident Harald Gerjets wurde für sein Engagement mit der Goldenen Ehrennadel des ZVR ausgezeichnet.

Bild: Die neue Leitung des ZVR: (v.l.n.r.) Vizepräsident Peter-Hermann Todt, Präsident Harald Gerjets, Vizepräsident Helmut Schmidt und Geschäftsführerin Heike Fritsche; Quelle: ZVR

Raumausstatter: Hurra – der Meister kommt!

Die Bundesregierung will in einem Dutzend Handwerksberufen die Meisterpflicht wiedereinführen. Dies teilten Unions-Fraktionsvize Carsten Linnemann und SPD-Fraktionsvize Sören Bartol am 09.09.19 in Berlin nach einem Treffen mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) mit. Es geht um zwölf Gewerke, darunter Fliesenleger, Platten- und Mosaikleger, Parkettleger, Rollladen- und Sonnenschutztechniker, Schilder- und Lichtreklamehersteller, Orgelbauer – und Raumausstatter!

Der Meisterbrief im Raumausstatterhandwerk ist die beste Garantie für Qualitätsarbeit, Verbraucher- und Gesundheitsschutz, Leistungsfähigkeit, Innovationskraft und eine hochwertige berufliche Aus- und Weiterbildung. Mit dieser Kernaussage beginnt die Stellungnahme des Zentralverbandes Raum und Ausstattung zur Wiedereinführung der Meisterpflicht. Das ist auch die Meinung der Raumausstatter- und Sattler-Innung für Ostfriesland.

Die Raumausstatter- und Sattler-Innung für Ostfriesland freut sich über die Wiedereinführung der Meisterpflicht!

Die Gründe liegen auf der Hand. Wie negativ sich der Wegfall der Meisterpflicht auf die Berufausbildung ausgewirkt hat, ist eindeutig meßbar. Mit dem Wegfall der Meisterpflicht durch die Novelle der Handwerksordnung von 2004 hat sich zwar die Anzahl der Raumausstatterbetriebe stark erhöht – in Ostfriesland von 41 Betrieben im Jahre 2003 auf 236 Betriebe im Jahre 2019, gleichzeitig stagniert aber die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse seit 2003 bei einem Jahresdurchschnitt von 10 Auszubildenden. Auch auf Bundesebene ist der Effekt deutlich meßbar. Während 2003 bundesweit 8.743 Betriebe eingetragen waren, sind es 2017 insgesamt 28.672 Betriebe. Die Ausbildungszahlen sind hingegen regelrecht eingebrochen von 3.396 Auszubildenden (2003) auf 1.806 Auszubildende (2017).

Die Ausbildungsbereitschaft der neu hinzugekommenen Unternehmen (meist keine Meisterbetriebe!) ist demnach praktisch nicht vorhanden.

Grund war häufig die geringe Betriebsgröße – nicht selten sind es Solo-Selbstständige, die aufgrund der fehlenden Meisterpflicht einen Raumausstattungsbetrieb führen konnten und selbst nicht in die kostenintensive Ausbildung des Fachkräftenachwuches investieren wollten.

Verbraucherschutz ernstnehmen

Und auch im Sinne eines funktionierenden Verbraucherschutzes ist die Wiedereinführung der Meisterpflicht wichtiger, als mancher Laie vielleicht vermuten mag. So kann es bspw. durch den unsachgemäßen Einbau von Sonnenschutz-Einrichtungen, Markisen, Wand-, Decken- und Bodenflächen oder Raumdekorationen durchaus zu ernsten Gefährdungen kommen. Vorschriften zur Kindersicherheit bei Schnüren sind ebenso zu beachten wie Brandschutzauflagen (z. B. bei Arbeiten in Kindergärten und anderen öffentlichen Räumen). Fehlendes Wissen im Umgang mit Kleb-, Farb- oder sonstigen Gefahrstoffen führt zu erheblichen gesundheitlichen Risiken für Mitarbeiter und Verbraucher. Das Erkennen von gefährlichen Stoffen (z.B. Asbest) gehört ebenso zwingend zum Fachwissen eines ausgebildeten Raumausstatters und ist unabdingbar, um Gefahren für Mitarbeiter und Kunden zu vermeiden. Die sogenannte Gefahrgeneigtheit – ein wichtiger Grund für die Meister- und Zulassungspflicht – ist daher auch bei diesem Gewerk eindeutig vorhanden.

In Zukunft kann sich nicht mehr jedermann ohne Nachweis einer entsprechenden Qualifikation als Raumausstatter selbstständig machen.

Im Sinne eines konsequenten Verbraucherschutzes, einer verantwortungsvollen Aus- und Weiterbildung und eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums im Handwerk forderte auch die Raumausstatter- und Sattler-Innung für Ostfriesland gemeinsam mit den Landes- und Bundesverbänden das „Ja zum Meister“ und damit die Rückführung in die Anlage A der Handwerksordnung. Dank der Unterstützung vieler Verbände, Unternehmen und zahlreicher Politiker aus der Region kehrt die Meisterpflicht nun zurück.

Prüfen: Beitragsbescheide der BG RCI

Erstaunlich hoch fielen einige Beitragsbescheide der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie aus, die die Betriebe des Raumausstatter- und Sattlerhandwerks in den letzten Tagen von der BG RCI erhalten haben.

Mit der Einführung des neuen Systems „phoenic“ ist es zu einem beträchtlichen Anstieg der Unfallzahlen gekommen. Im Rahmen der Datenmigration scheint ein reibungsloser Übergang nicht funktioniert zu haben. Auch Beitragsbescheide können davon betroffen sein, daher fordert die Berufsgenossenschaft alle Betriebe dazu auf, ihr Bescheide genauestens zu prüfen und gegebenenfalls Widerspruch einzulegen.

Des Weiteren weist die BG RCI noch einmal darauf hin, dass mit der Einführung des einheitlichen Gefahrentarifs ab 2019 die Beiträge sich generell geändert haben.

Statt des bisherigen Gefahrentarifs 4,01, gilt nun der erhöhte Tarif von 4,97. Durch das Beitragsausgleichsverfahren soll die Erhöhung ausgeglichen werden. Das Beitragsausgleichsverfahren ist eingegliedert in 11 Stufungen mit Zu-und Abschlägen von jeweils 5-24%.

Zudem erhält jedes Unternehmen einen Zweijahresrückblick über gemeldete Unfälle und die dafür entstandenen Kosten.

Die Zielsetzung dieser Änderung ist es, Unfällen präventiv vorzubeugen und diese zu minimieren, um von Beitragsentlastungen profitieren zu können. Damit soll zum neuen, einheitlichen Gefahrentarif und dessen Erhöhung ein Ausgleich geschaffen werden.

190628 Freisprechung Raumausstatter

Freisprechung: Raumausstatter- und Sattler-Innung für Ostfriesland

Am Freitag, den 28. Juni 2019, fand an den Berufsbildenden Schulen II in Leer die Freisprechungsfeier für die Raumausstatter-und Sattler-Innung für Ostfriesland statt.

Über Tag legten die Auszubildenden Ihre Prüfung ab. Die Gesellenstücke wurden gleich im Anschluss bewertet und nach der Freisprechung zur Besichtigung freigegeben.

Obermeisterin Maike Rutkat eröffnete die Freisprechung.

Der Raumausstattermeister und Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Jörn Tjarks, bedankte sich bei den Junggesellinnen, deren Freunde und Familien sowie den Ausbildern und Berufschullehrer für die Unterstützung.

Heiner Heijen, stellvertretender Kreishandwerksmeister, hob in seinen Begrüßungsworten die wirtschaftliche Bedeutung des Handwerks hervor und ermutigte die Junggesellinnen, in ihrer Weiterbildung nicht nachzulassen.

Dass die Kunden ihren Raumausstattern vertrauen und die Ausbildung sowie der Meistertitel Qualität und Sicherheit bieten, betonte Thorsten Tooren, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, in seiner Ansprache. Herr Tooren sprach sich für eine Wiedereinführung der Meisterpflicht aus. Nicht zuletzt, da die Zahl der Auszubildenden in Ostfriesland gleich geblieben ist, sich die Anzahl der Raumausstatterbetriebe jedoch verfünffacht hat. Dies liege zum großen Teil daran, dass viele Solo-Selbstständige ohne Meistertitel unterwegs seien und daher auch nicht ausbilden.

Damit leisten allein die Meisterbetriebe die gesellschaftliche Aufgabe, den Fachkräftenachwuchs auszubilden. Tooren ermunterte die Junggesellen, stolz zu sein auf ihr Handwerk und dem Handwerk auch weiterhin treu zu bleiben.

Nach der traditionellen Freisprechung durch den Prüfungsauschussvorsitzenden Jörn Tjarks bedankten sich die Junggesellen bei ihrer Berufsschullehrerin Frau Gößling-Bohlen mit einem Blumenstrauß.

Wir gratulieren den Junggesellinnen:

AuszubildendeBetrieb
Esther ReuterSeitz GmbH, Raummanufaktur, Leer
Julia NeeMöbel Schröder, Westoverledingen
Deborah HeeseHammer Fachmärkte, Emden