Großefehn – Wichtiger Meilenstein für den Arbeitsschutz und die Rechtssicherheit im regionalen Handwerk: Im Landhaus Feyen in Mittegroßefehn fand erstmalig ein spezialisierter Lehrgang zum Erwerb der Sachkunde nach TRGS 519, Anlage 4C statt. Die erfolgreiche Weiterbildung wurde von der Kreishandwerkerschaft in enger Kooperation mit dem SHK-Landesverband organisiert.
Gewerkeübergreifende Qualifizierung für den Ernstfall
Der behördlich anerkannte Lehrgang richtete sich gezielt an Meister, Techniker sowie Gesellen mit abgeschlossener Berufsausbildung – sowohl aus den SHK-Innungen als auch aus anderen Gewerken. Da der Umgang mit asbesthaltigen Baustoffen bei Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten (ASI-Arbeiten) höchste Vorsicht erfordert, stand die Sicherheit der Handwerker im Fokus.
Die Kerninhalte der Schulung im Überblick:
- Gefahrenbewusstsein:
Vermittlung der Materialeigenschaften von Asbest und den damit verbundenen Gesundheitsrisiken. - Rechtliche Vorschriften:
Intensive Schulung der strengen Regelungen der TRGS 519 für ASI-Arbeiten an Asbestzementprodukten (auch bei geringem Umfang oder geringer Exposition). - Personelle Anforderungen:
Aufklärung über den notwendigen Gesundheitszustand und die gesundheitliche Eignung der Mitarbeiter.
Volle Rechtssicherheit für die Betriebe
Nach dem intensiven Lehrgang legten die Teilnehmer eine schriftliche Prüfung ab. Mit dem erfolgreichen Abschluss erhielten sie den staatlich anerkannten Sachkundenachweis nach TRGS 519 Anlage 4C – im Handwerkerjargon auch als „kleiner Asbestschein“ bekannt.
Gut zu wissen für Betriebe: Das Sachkunde-Zertifikat hat eine Gültigkeit von 6 Jahren. Es dient im Arbeitsalltag als offizieller Nachweis der Qualifikation und sorgt für die notwendige Rechtssicherheit bei Kundenaufträgen und behördlichen Kontrollen.
Die Kreishandwerkerschaft gratuliert allen Teilnehmern zur bestandenen Prüfung und dankt dem SHK-Landesverband für die verlässliche Zusammenarbeit bei dieser gelungenen Premiere!
Interesse an künftigen Lehrgängen?
Aufgrund der hohen Relevanz und der gelungenen Resonanz sind weitere Schulungen geplant. Interessierte Betriebe können sich direkt an die Geschäftsstelle der Kreishandwerkerschaft wenden.