Arbeitssicherheit: Gefährdungsbeurteilung

Das Arbeitsschutzgesetz und weitere Rechtsvorschriften verpflichten jedes Unternehmen, die Gefährdungsbeurteilung durchzuführen und zu dokumentieren.

Diese Verpflichtung bringt für ihr Unternehmen auch deutliche betriebswirtschaftliche Vorteile.

„Die Verhütung von Unfällen ist nicht eine Frage gesetzlicher Vorschriften, sondern unternehmerischer Verantwortung und zudem ein Gebot wirtschaftlicher Vernunft.“

                                                                                  Werner von Siemens,1880

Die Gefährdungsbeurteilung ist eine Bestandsaufnahme aller im Betrieb vorhandenen Gefährdungen für die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter. Alle Arbeitsabläufe, Arbeitsmittel und -bedingungen müssen daraufhin untersucht werden, ob sie sicher sind oder inakzeptable Risiken bergen.

Sie ist ein Hilfsmittel, um Ursachen für Störungen der Arbeit zu verringern und die Qualität der Führungstätigkeit zu verbessern. Sie hilft zu entscheiden, wo und in welchem Umfang und mit welcher Dringlichkeit welche Maßnahmen erforderlich sind. Regelmäßige Aktualisierungen der Gefährdungsbeurteilung führen zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess im Betrieb.

Ein Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit kann angesichts eines immer geringer werdenden Angebots an qualifizierten und motivierten Fachkräften – gerade für Klein- und Mittelbetriebe – schwerwiegende wirtschaftliche Folgen haben.

Die daraus resultierenden Aufwendungen für das Aufrechterhalten eines reibungslosen Betriebs- ablaufs kosten Ihr Unternehmen in der Regel mehr als sinnvolle Vorkehrungen zum Arbeitsschutz, wie die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung, gekostet hätten. Das sind zum Beispiel Lohnkosten für verletzte Mitarbeiter (Arbeitslohn plus gesetzliche, tarifliche und freiwillige Zusatzleistungen).

Weitere Kosten können unter anderem anfallen für Sachkosten, Maschinenausfallzeiten und Produktionsstillstand oder Versicherungskosten. Neben persönlichem Leid können auch Folgekosten durch höhere Versicherungsprämien und schlimmstenfalls sogar Strafverfahren verursacht werden.

Durch Mitarbeiterausfälle entstehen Terminverschiebungen oder Terminausfälle. Diese sorgen für Unzufriedenheit bei Kunden und schädigen den Ruf und die Außenwirkung des Unternehmens.

Mit einer durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit von 17,2 Tagen je Arbeitnehmer/-in ergeben sich im Jahr 2016 insgesamt 674,5 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage.

Das bedeutet Produktionsausfallkosten je Arbeitsunfähigkeitstag von 112 € und einen Ausfall an Bruttowertschöpfung je Arbeitsunfähigkeitstag von 197 €.

Erhöhte Wettbewerbsfähigkeit durch motivierte Mitarbeiter

Arbeitsschutz sollte nicht als „Alibiaktion“ in Ihren Unternehmen praktiziert werden. Sie sollten dafür sorgen, dass Ihre Beschäftigten wissen, wie wichtig Ihnen selbst dieses Thema ist. Denn Mitarbeiter, die sich an ihrem Arbeitsplatz sicher fühlen, sind auch leistungsfähiger und motivierter. Sie werden nicht durch eine unsichere Arbeitsumgebung in ihrer Arbeit behindert oder gefährdet. Sie können Fehler vermeiden, sich auf das Wesentliche konzentrieren, besser und effizienter arbeiten.

Motivierte und gesunde Mitarbeiter tragen dazu bei, die Arbeitsabläufe in Ihrem Unternehmen dauerhaft stabil zu halten. Mit „gelebtem“ Arbeitsschutz fördern Sie daher nicht nur die Gesundheit und Motivation Ihrer Mitarbeiter, sondern verbessern auch die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens.

Zusätzlich steigern Sie die Zufriedenheit und die Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen. Zufriedene Mitarbeiter haben ein besseres und selbstbewusstes Auftreten bei Kunden, steigern die Kundenzufriedenheit und damit die Kundenbindung.

Gelebter Arbeitsschutz in ihrem Unternehmen kann auch ein zugkräftiges Argument bei der Suche nach neuen, qualifizierten, Mitarbeitern sein.

Wir erstellen für Sie eine, auf ihren Betrieb angepasste, Gefährdungsbeurteilung in Form einer Handlungsanleitung. Damit schaffen Sie Rechtssicherheit für sich und ihr Unternehmen. Sprechen Sie uns an.

Für eine unverbindliche erste Beratung zu diesem und weiteren Themen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Karl-Heinz Trittmann

Fachkraft für Arbeitssicherheit

Tel.: 04462 -948426

Mobil: 0151 – 11591062

Mail: kh.trittmann@handwerk-leerwittmund.de


Quellen:

Deutsche gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)

BG für Handel und Warenwirtschaft (BGHW)

Bundesinstitut für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)